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Wo gehen wir hin?

Entschuldigung - ich bin neu hier

Neulinge auf der BDK berichten von ihren Erfahrungen und Eindrücke des Parteitages.

Gunnar Düvel aus Hamburg ist zum Beispiel das erste Mal auf einem Bundesparteitag der Grünen. Er findet es “spannend und interessant” dabei zu sein. Ein bisschen haben ihm aber die inhaltlichen Kontroversen bei der Programmaufstellung gefehlt. “Denen wurde leider aus dem Weg gegangen”. Auch die “ungemütliche Halle” und das verdammt teure Essen, kritisierte Gunnar. Ob er auch auf der Bühne eine Rede halten würde, frag ich ihn. Er zögert kurz und sagt, dass es ihn Überwindung kosten würde, aber er es bei einem für ihn wichtigem inhaltlichen Punkt machen würde.

Sebastian Bracke aus Osnabrück dagegen, auch Neuling bei der BDK in Dortmund, hätte damit schon ein Problem und beobachtet lieber das Geschehen auf der Bühne. Er sieht ein Problem darin, dass auf einem Parteitag “Liste und Programm aufgestellt wird”. Denn so würde sich vieles “was bei der Programmaufstellung schon gesagt wurde”, bei der Listenaufstellung wiederholen. Außerdem habe er die Nachfragen bei der Aufstellung oft als “gekaufte Fragen” empfunden. Er hat auch kritisiert, dass man bei den Fragen nicht mehr auf Teile der Rede eingehen kann, die am Schluß genannt werden, denn “die Fragen müssen ja während der Rede eingeworfen werden”. Er selbst habe auch Probleme gehabt Kontakt zu anderen Delegierten außerhalb von Niedersachsen zu finden. Dazu sei die Halle und das Ausengelände einfach nicht geeignet gewesen. Doch vielleicht ändert sich das ja in Berlin, denn da wird Sebastian wieder zur BDK fahren und mit über das Bundestagswahlprogramm abstimmen.

Vielen Dank an tagesschaum für das Foto.

1 Comment so far

  1. Matthias Januar 26th, 2009 20:18

    “gekauft” sind die Fragen in der Regel nicht… aber, sagen wir, in Unterstützungsabsicht gestellt oftmals schon. Das soll eben z.B. dem/der KandidatIn nochmal gelegenheit geben auf ein weiteres Thema oder eine Stärke einzugehen. Finde ich nicht schlimm - wenn drei Fragen gelost werden ist es recht unwahrscheinlich, dass das gerade die drei UnterstützerInnenfragen sind, wenn es auch viele kritische gibt. Im Umkehrschluss: wenn drei UnterstützerInnenfragen gelost werden, dann wurden nicht genügend kritische gestellt.

    Dass das Zeitfenster dafür relativ kurz ist, wenn mensch direkt auf die Rede eingehen will, da stimme ich zu.

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